Elena Zunmaveli
Kommunikationsberaterin mit Schwerpunkt auf beruflichen Grenzen, Priorisierung und der leisen Erschöpfung, die entsteht, wenn Zustimmung zur Gewohnheit wird.
Ein Umweg über die eigene Erfahrung
Bevor Elena Zunmaveli Workshops zum Thema Nein-Sagen entwickelte, hat sie selbst Jahre in Positionen verbracht, in denen Zusagen zur zweiten Natur wurden. Zusätzliche Projekte, spontane Vertretungen, Meetings, die eigentlich nicht ihre waren. Nicht aus Schwäche, sondern aus einer tief sitzenden Überzeugung, dass Verlässlichkeit bedeutet, immer erreichbar zu sein.
Der Wendepunkt kam nicht plötzlich. Es war eine Reihe kleiner Momente, in denen sie merkte, dass sie Zusagen traf, deren Konsequenzen sie am Wochenende ausbaden musste. Aus dieser Beobachtung heraus begann sie, systematisch zu untersuchen, wie sich Grenzen im Beruf so setzen lassen, dass sie halten, ohne Beziehungen zu beschädigen.
Beruflicher Hintergrund
Ihre berufliche Laufbahn begann im Bereich Organisationsentwicklung, später kamen Stationen in Personalabteilungen mittelständischer Unternehmen hinzu. Dort beobachtete sie ein wiederkehrendes Muster: Führungskräfte und Fachkräfte, die fachlich sehr kompetent waren, aber Schwierigkeiten hatten, Aufgaben abzulehnen, selbst wenn die eigene Kapazität längst erschöpft war.
Diese Beobachtung führte zur Entwicklung eines kompakten Formats: ein einzelner, intensiver Nachmittag statt eines mehrtägigen Seminars. Kurz genug, um in einen Samstag zu passen. Lang genug, um wirklich in die Tiefe zu gehen, statt nur an der Oberfläche zu kratzen.
Was diesen Ansatz von klassischem Kommunikationstraining unterscheidet
Kein Skript, das immer funktioniert
Es gibt keine universelle Formel für ein gutes Nein. Es gibt Prinzipien, die sich an die jeweilige Beziehung und Situation anpassen lassen.
Beziehungen ernst nehmen
Ein Nein, das eine Beziehung beschädigt, ist kein gutes Nein. Der Workshop arbeitet ausdrücklich an Formulierungen, die beides zusammenhalten.
Schuldgefühle nicht wegreden
Nach einer Absage bleibt oft ein ungutes Gefühl. Statt es zu verdrängen, geht es darum, es einzuordnen und zu verstehen, woher es kommt.
Raum für das strategische Ja
Nicht jede Zusage ist ein Rückschritt. Manche Ja-Antworten sind kluge Investitionen. Der Workshop hilft, den Unterschied zu erkennen.
Fragen zur Person oder zum Format?
Ein kurzer Austausch vorab klärt oft mehr als jede Beschreibung auf einer Website.
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